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Y-SOLAR SachverständigenbüroSolargutachten & PV-Gutachten
Der Dauerbrenner

Verschattung: warum Reinickendorfer Anlagen oft unter der Prognose bleiben

Kein anderes Thema kommt im Norden Berlins so häufig auf den Tisch. Und kaum ein Thema wird bei der Planung so oft mit einem Satz abgehandelt, der später teuer wird.

Messung der Einstrahlung mit einem Benning SUN 2 unmittelbar an der Dachfläche neben dem Modulfeld

Der typische Ablauf: Ein Betrieb kommt zur Besichtigung, schaut sich das Dach an einem Vormittag im Juni an, sieht kaum Schatten und plant die Anlage durch. Was er nicht sieht, ist die Kiefer im Nachbargarten im November um halb drei, wenn die Sonne flach steht. Genau dann entstehen die Verluste, die sich über das Jahr summieren.

Dazu kommt ein technischer Punkt, der noch häufiger übersehen wird: Verschattung schadet nicht gleichmäßig. Fällt ein Schatten quer über eine Modulreihe, die in einem Strang hängt, zieht das den ganzen Strang herunter – auch die Module, die voll in der Sonne stehen. Eine andere Strangaufteilung hätte denselben Schatten fast folgenlos gemacht.

Was wir deshalb messen, statt es zu schätzen:

  • Kennlinie je Strang, nicht nur die Gesamtleistung – nur so fällt auf, welcher Strang aus der Reihe fällt
  • Einstrahlung und Modultemperatur zum Messzeitpunkt, sonst ist jede Leistungsaussage wertlos
  • Ob die Anlage Leistungsoptimierer hat und ob diese überhaupt sinnvoll gesetzt sind
  • Ob der Wechselrichter mit mehreren MPP-Trackern arbeitet und wie die Stränge darauf verteilt wurden
  • Auswertung der Ertragsdaten über ein volles Jahr – Verschattung zeigt ein charakteristisches Tages- und Jahresmuster
Und die Bäume einfach zurückschneiden? Das ist in Berlin nicht ohne Weiteres möglich. Die Baumschutzverordnung schützt Bäume ab einem bestimmten Stammumfang, und für einen Nachbarbaum gilt sie ohnehin. Deshalb steht in unseren Gutachten nie „Bäume fällen“ als Maßnahme, sondern was sich an der Anlage ändern lässt: Strangaufteilung, Optimierer, Belegung. Das ist der Weg, der auch tatsächlich gangbar ist.
Yasmin Hamann auf einem Ziegeldach unmittelbar neben einem Modulfeld
Wer prüft

Kurze Wege sind kein Marketingversprechen

Yasmin Hamann führt das Sachverständigenbüro von Reinickendorf aus. Das ist der praktische Grund dafür, dass hier auch mal kurzfristig ein Termin geht – und dass ein zweiter Blick nach ein paar Wochen keine große Sache ist, wenn nach einer Reparatur jemand nachschauen soll.

Fachlich steht dahinter: seit 2009 im Elektrohandwerk, seit 2021 mit Schwerpunkt auf Photovoltaik und Speichern. Zertifizierte Sachverständige für Photovoltaikanlagen über den DGuSV, Servicetechnikerin für PV- und Speichertechnik über PersCert TÜV Rheinland, dazu der Sachkundenachweis TREI für den Netzanschluss.

Begutachtet wird unabhängig: Wir führen im selben Fall keine Arbeiten aus und nehmen keine Provisionen von Herstellern oder Errichtern.

Häufige Fragen aus Reinickendorf

Was Anrufer aus dem Bezirk wissen wollen

Wie schnell sind Sie in Reinickendorf vor Ort?

Das Büro liegt selbst im Bezirk, in Wittenau. Von dort sind Frohnau, Hermsdorf, Tegel, Waidmannslust und das Märkische Viertel in wenigen Minuten erreichbar. Termine lassen sich deshalb kurzfristiger legen als in weiter entfernten Bezirken, und die Anfahrt ist innerhalb Reinickendorfs im Festpreis enthalten.

Meine Anlage in Frohnau bringt weniger als versprochen. Liegt das an den Bäumen?

Möglich, aber das lässt sich nur messen, nicht vermuten. In den Gartenstadt-Lagen mit altem Baumbestand ist Verschattung die häufigste Ursache für Minderertrag – oft war sie bei der Planung gar nicht oder nur pauschal berücksichtigt.

Entscheidend ist aber weniger der Schatten selbst als die Frage, ob Wechselrichter und Strangaufteilung zur tatsächlichen Verschattungssituation passen. Genau das prüfen wir mit strangweiser Kennlinienmessung.

Darf ich im Denkmalbereich überhaupt eine Anlage betreiben?

In Teilen Reinickendorfs gelten Erhaltungs- oder Denkmalbereichsregelungen, etwa in gewachsenen Gartenstadtlagen. Ob und wie eine Anlage dort zulässig ist, entscheidet die zuständige Behörde – das ist keine Frage, die ein Sachverständigenbüro beantwortet.

Wir bewerten die Anlage technisch. Steht eine solche Frage im Raum, klären Sie sie vorab beim Bezirksamt oder beim Landesdenkmalamt Berlin.

Lohnt sich eine Prüfung bei einer Anlage aus den 2010er Jahren?

Häufig ja. Anlagen aus dieser Zeit haben inzwischen zehn bis fünfzehn Betriebsjahre hinter sich. Steckverbinder, Wechselrichter und Modul-Bypassdioden sind die Bauteile mit begrenzter Lebensdauer, und Degradation lässt sich erst durch Messung von einem echten Defekt unterscheiden.

Bei älteren Modulen kommt der PID-Effekt dazu – ein schleichender Leistungsverlust, der ohne Messung schlicht nicht auffällt.

Begutachten Sie auch Anlagen im Märkischen Viertel?

Ja. Dort geht es meist um Flachdächer mit ballastierter Unterkonstruktion, um die Dokumentation gegenüber Eigentümerin oder Verwaltung und um die Abgrenzung zwischen Dachabdichtung und Anlagentechnik – also darum, wer für welchen Teil geradesteht.

Auftraggeber sind hier in der Regel Verwaltungen, Genossenschaften oder Eigentümergemeinschaften, nicht einzelne Mieter.

Ich wohne im Reihenhaus. Ist das überhaupt groß genug?

Die Anlagengröße spielt für die Frage, ob sich eine Prüfung lohnt, eine kleinere Rolle als die meisten denken. Ein heiß laufender Steckverbinder ist auf einem 6-kWp-Reihenhausdach genauso ein Brandrisiko wie auf einer Gewerbehalle.

Was sich unterscheidet, ist der Umfang: Bei kleinen Aufdachanlagen reicht oft eine kompakte Prüfung mit Kurzbericht. Das klären wir im Vorgespräch, bevor irgendetwas beauftragt wird.

Ihre Anlage steht in Reinickendorf? Dann sind wir schnell da.

Schildern Sie am Telefon, was Sie beobachten. Zehn Minuten reichen meist, um zu klären, ob und in welcher Tiefe ein Gutachten weiterhilft.