Solargutachten Bernau für Anlagen mit Speicher und Wallbox
Speicher nachgerüstet, Wallbox dazu, alles an einen Zählerplatz gehängt, der aus einer anderen Zeit stammt. Im Barnim sehen wir diesen Fall besonders oft – und die Befunde liegen fast nie oben, sondern im Keller und im Hausanschlussraum.
Wo drei Gewerke aufeinandertreffen
Der Barnim wächst am Berliner Rand: Panketal, Ahrensfelde und Bernau haben in den letzten Jahren viele Haushalte dazubekommen, und in vielen davon ist die Anlage in mehreren Schritten entstanden. Erst die Photovoltaik, später der Speicher, dann die Wallbox – oft von verschiedenen Betrieben, oft mit Jahren dazwischen.
Das ist der entscheidende Unterschied zu einer Anlage, die in einem Zug gebaut wurde. Jeder einzelne Schritt kann fachgerecht ausgeführt sein und das Ergebnis trotzdem nicht stimmen, weil niemand das Ganze verantwortet hat. Der Zählerplatz ist die Stelle, an der sich das zeigt.
Im nördlichen Teil – Wandlitz, Klosterfelde, Biesenthal, Richtung Eberswalde – kommen zwei Umstände dazu: freie Lagen an Seen und Waldrändern mit entsprechender Windlast, und Keller, die feuchter sind, als es ein Speicher gerne hätte.
Was wir uns unten ansehen, wenn oben alles in Ordnung wirkt
Eine Anlage mit Speicher und Ladepunkt ist keine Photovoltaikanlage mit Zubehör. Sie ist eine elektrische Anlage mit mehreren Quellen – und die will als Ganzes betrachtet werden.
- Aufstellort des Speichers. Zulässige Umgebungstemperatur, Feuchte, Abstände, Flucht- und Rettungswege. Ein Speicher im Heizungsraum neben der Kellertreppe ist ein wiederkehrender Befund.
- Leitungswege. Querschnitte, Verlegeart, Trennung von Erzeugung und Verbrauch, Schutz gegen mechanische Beschädigung. Bei Nachrüstungen entstehen hier die meisten Provisorien.
- Zählerplatz. Platzverhältnisse, Absicherung, Selektivität, Anschluss der Erzeugungsanlage, Beschriftung. Ein Schrank, in den drei Gewerke nacheinander etwas hineingebaut haben, ist selten geordnet.
- Schutzkonzept mit Ladepunkt. Zusammenspiel der Fehlerstromschutzeinrichtungen, Ableitströme aus dem Wechselrichter, Ursachen für sporadisches Auslösen.
- Abschaltung im Notfall. Ob im Ernstfall tatsächlich alle Quellen freigeschaltet werden können – und ob das jemand erkennt, der nicht dabei war, als gebaut wurde.
Nach oben gehen wir trotzdem: Verschattung, Befestigung und Strangaufteilung gehören zur selben Anlage. Aber die Reihenfolge ist hier eine andere als bei einer reinen Dachprüfung.
Womit Betreiber im Barnim zu uns kommen
Der Speicher wird kaum voll
Meist keine Frage des Speichers, sondern der Regelung: falsch parametrierte Ladegrenzen, ein Messpunkt an der falschen Stelle oder ein Verbraucher, der vor dem Speicher bedient wird. Das lässt sich auslesen.
Auslösen beim Laden
Ein Zusammenspielproblem, kein Defekt eines einzelnen Geräts. Wir messen Ableitströme im Betrieb, statt Bauteile auf Verdacht zu tauschen.
Etwas riecht warm
Das ist der Fall, bei dem nicht gewartet wird. Warme Klemmstellen und Steckverbindungen findet die Thermografie unter Last zuverlässig – und zwar bevor daraus etwas anderes wird.
Was die Prüfung einer Anlage mit Speicher im Barnim kostet
Speicher und Ladepunkt vergrößern den Prüfumfang, weil zur Dachprüfung eine Bewertung der Hausinstallation dazukommt. Dafür ist der Weg kurz: Bei einem Einfamilienhaus lässt sich beides an einem Termin erledigen.
Was den Termin verkürzt: freier Zugang zum Zählerplatz und zum Speicher, die Datenblätter der verbauten Geräte und, falls vorhanden, das Protokoll der Inbetriebnahme des Speichers.
Orte im Barnim
Bernau bei Berlin, Panketal, Zepernick, Schwanebeck, Ahrensfelde, Blumberg, Werneuchen, Wandlitz, Basdorf, Klosterfelde, Biesenthal, Eberswalde, Melchow.
Direkt angrenzend begutachten wir in Berlin-Buch, Karow und Blankenfelde – häufig in derselben Tour.
Was Betreiber im Barnim fragen
Wir haben einen Speicher nachrüsten lassen. Was kann daran falsch sein?
Am häufigsten der Aufstellort und der Weg dorthin. Ein Speicher braucht einen Platz, an dem die zulässigen Umgebungstemperaturen eingehalten werden und im Fehlerfall niemand eingeschlossen ist. Dazu kommen die Leitungswege zwischen Speicher, Wechselrichter und Zählerplatz – sie werden bei einer Nachrüstung oft dort verlegt, wo gerade Platz war, und nicht dort, wo sie hingehören.
Was hat der Zählerschrank mit meiner PV-Anlage zu tun?
Sehr viel. Erzeugung, Speicher und Wallbox laufen dort zusammen. In älteren Häusern ist der Zählerplatz für keine dieser drei Aufgaben gebaut worden. Wir sehen uns an, ob Platzverhältnisse, Absicherung, Selektivität und der Anschluss der Erzeugungsanlage zusammenpassen – und ob nachträglich etwas hineingezwängt wurde, das dort nicht hineingehört.
Die Wallbox löst manchmal aus. Ist das ein Fall für Sie?
Ja, wenn PV, Speicher und Wallbox an derselben Anlage hängen. Sporadisches Auslösen hat oft mit dem Zusammenspiel mehrerer Fehlerstromschutzeinrichtungen und mit Ableitströmen aus dem Wechselrichter zu tun. Das lässt sich messen, statt es durch Austauschen zu erraten.
In Wandlitz stehen viele Häuser am Wasser und im Wald. Spielt das eine Rolle?
Für die Anlage auf dem Dach ja: Am Seeufer und an offenen Waldrändern ist die Anströmung freier als in geschlossener Bebauung, das erhöht die Lasten auf die Befestigung. Für die Technik im Haus spielt eher die Feuchte eine Rolle – Keller in Seenähe sind selten trocken, und das betrifft den Aufstellort eines Speichers unmittelbar.
Wie schnell sind Sie in Bernau?
Bernau, Panketal und Ahrensfelde liegen vom Büro in Reinickendorf aus günstig; Termine sind dort in der Regel innerhalb von ein bis zwei Wochen möglich. Bei einem akuten Verdacht – Brandgeruch, warme Bauteile, wiederholtes Auslösen – rufen Sie bitte an, statt zu schreiben.
Speicher oder Wallbox nachgerüstet?
Sagen Sie uns, was wann dazugekommen ist und von wem – daraus ergibt sich meist schon, wo wir zuerst hinsehen.