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Y-SOLAR SachverständigenbüroSolargutachten & PV-Gutachten
Die häufigste Frage

„Die Anlage bringt weniger als versprochen“ – und was wirklich dahintersteckt

Vier von fünf Anrufen aus dem Süden des Bezirks beginnen mit diesem Satz. In den seltensten Fällen ist die Antwort einfach.

  1. War die Prognose realistisch?

    Berlin liegt bei rund 1.000 bis 1.080 Kilowattstunden Globalstrahlung je Quadratmeter und Jahr – deutlich unter süddeutschen Werten. Eine mit bundesweiten Mittelwerten gerechnete Prognose ist am Tag der Inbetriebnahme schon zu hoch.

  2. Passt die Ausrichtung zur Erwartung?

    Ost-West-Belegungen liefern über den Tag gleichmäßiger, in der Summe aber weniger als eine Südfläche. Wurde das im Angebot sauber gerechnet oder nur nebenbei erwähnt?

  3. Verschattet etwas, das niemand eingerechnet hat?

    Der Nachbarschornstein, die eigene Gaube, der Baum drei Gärten weiter im Winter. Verschattung hinterlässt ein charakteristisches Tages- und Jahresmuster in den Ertragsdaten.

  4. Ist wirklich etwas defekt?

    Erst wenn die drei Punkte davor geklärt sind, wird die Anlage nach technischen Ursachen durchsucht: strangweise Kennlinie, Thermografie, Isolation, Klemmstellen.

Warum diese Reihenfolge zählt. Wer sofort nach dem Defekt sucht, findet oft keinen – und hält danach die Anlage für in Ordnung, obwohl der Ertrag nie stimmen wird. Umgekehrt gilt: Stellt sich heraus, dass die zugesagte Prognose nicht haltbar war, ist das kein technischer Mangel, sondern ein Punkt gegenüber dem Errichter. Das ist ein rechtlich erheblicher Unterschied, und er gehört sauber im Bericht getrennt.
Batteriespeicher während der Prüfung, daneben Installationstester und Messleitungen
Kosten und Ablauf

Tempelhof-Schöneberg: Was ein PV-Gutachten kostet

Eine Pauschale würde in beide Richtungen danebenliegen. Was den Preis bestimmt, lässt sich aber klar sagen:

  • Anlagengröße und Strangzahl – jeder Strang wird einzeln freigeschaltet und vermessen
  • Prüftiefe – Sichtprüfung mit Kurzbericht, vollständige Messreihe oder beweissichere Dokumentation
  • Ob Ertragsdaten vorliegen – ein Jahr Monitoringdaten spart erhebliche Auswertungszeit
  • Berichtsform – für die eigene Entscheidung, für den Errichter oder für eine Versicherung

Ein Spartipp für die Reihenhauszeilen: Wenn mehrere Nachbarn dieselbe Firma hatten, beauftragen Sie gemeinsam. Anfahrt und Unterlagenprüfung fallen nur einmal an, gemessen wird trotzdem jedes Dach einzeln. Das rechnet sich ab dem zweiten Haus deutlich.

Nach dem Vorgespräch bekommen Sie ein Festpreisangebot mit benanntem Messumfang. Was darin steht, wird abgerechnet.

Häufige Fragen

Aus dem Süden Berlins

Wie erkenne ich, ob meine Anlage in Lichtenrade wirklich zu wenig bringt?

Vergleichen Sie nicht mit dem Nachbarn, sondern mit einer standortbezogenen Erwartung. Berlin liegt bei rund 1.000 bis 1.080 Kilowattstunden Globalstrahlung je Quadratmeter und Jahr – spürbar unter süddeutschen Werten.

Wurde die Prognose im Angebot mit bundesweiten Mittelwerten gerechnet, fehlt der Ertrag von Anfang an, ohne dass technisch etwas defekt wäre. Erst wenn nach dieser Korrektur noch eine Lücke bleibt, wird die Anlage nach Ursachen durchsucht.

Unsere Reihenhauszeile hat vier gleiche Anlagen. Reicht ein Gutachten für alle?

Wenn dieselbe Firma zur selben Zeit dasselbe System montiert hat, ist eine gemeinsame Beauftragung deutlich günstiger als vier einzelne – Anfahrt und Unterlagenprüfung fallen nur einmal an.

Gemessen wird trotzdem jedes Dach einzeln, denn Ausrichtung, Verschattung und Ausführungsqualität unterscheiden sich auch innerhalb einer Zeile. Sprechen Sie sich mit den Nachbarn ab, bevor Sie anrufen.

Wir wohnen im Altbau in Friedenau. Lohnt sich Photovoltaik dort überhaupt?

Das ist eine Planungsfrage, keine Gutachtenfrage – und sie sollte vor der Montage beantwortet werden, nicht danach.

Was wir beitragen können, wenn eine Anlage schon steht: eine ehrliche Aussage darüber, ob der gemessene Ertrag zu Dachfläche, Ausrichtung und Verschattungssituation passt – oder ob die Erwartung von Anfang an zu hoch angesetzt war.

Der Errichter sagt, der niedrige Ertrag sei normal. Stimmt das?

Manchmal ja. Ein Ost-West-Dach liefert weniger als eine Südfläche, ein verschattetes Dach weniger als ein freies, und ein Berliner Standort weniger als ein bayerischer.

Der Satz ist nur dann eine Ausrede, wenn er ohne Zahlen kommt. Wir rechnen den Soll-Ist-Vergleich mit den tatsächlichen Randbedingungen durch. Danach ist die Frage entschieden und nicht mehr Verhandlungssache.

Welche Teile von Tempelhof-Schöneberg stehen unter Denkmalschutz?

Ja, unter anderem im Gründerzeitbestand von Schöneberg und Friedenau sowie bei einzelnen Siedlungsanlagen. Ob eine Anlage dort zulässig ist, entscheidet die Denkmalbehörde.

Für unsere Arbeit ist das insofern wichtig, als Maßnahmen umsetzbar bleiben müssen – wir schlagen nichts vor, was ohnehin nicht genehmigt würde.

Wir bauen erst noch. Können Sie die Abnahme begleiten?

Ja, und das ist der günstigste Zeitpunkt überhaupt. Solange nicht abgenommen ist, muss der Errichter belegen, dass er mangelfrei geleistet hat. Nach der Abnahme kehrt sich das um.

Bei der Abnahmebegleitung sind wir am Termin dabei, prüfen vor Ort und halten die Feststellungen im Protokoll fest, bevor unterschrieben wird.

Bringt Ihre Anlage weniger, als im Angebot stand?

Halten Sie das Angebot und ein Jahr Ertragsdaten bereit. Damit lässt sich am Telefon schon einiges einordnen.