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Y-SOLAR SachverständigenbüroSolargutachten & PV-Gutachten
Der Landkreis

Hier steht mehr Bestand als anderswo

Oberhavel hat früh gebaut. In Oranienburg, Hohen Neuendorf, Birkenwerder, Glienicke und Mühlenbeck sitzen viele Anlagen auf Siedlungshäusern, deren Betreiber sie noch selbst haben errichten lassen – und die inzwischen zwischen zehn und fünfzehn Jahre alt sind.

Das verändert die Fragestellung grundsätzlich. Bei einer jungen Anlage lautet sie: Ist sie richtig gebaut? Bei einer alten lautet sie: Was ist noch da, was ist gegangen, und wie lange trägt der Rest? Das sind zwei verschiedene Prüfungen mit zwei verschiedenen Messreihen.

Dazu kommt die gewerbliche Seite. Hennigsdorf und Velten bringen Industrie- und Gewerbebauten mit großen Dachflächen mit, auf denen ebenfalls früh Anlagen entstanden. Dort steht neben der Leistungsfrage die wiederkehrende Prüfung – eine Pflicht, um die sich in der Praxis selten jemand kümmert, bis ein Versicherer danach fragt.

Leistungsverlust

Der Unterschied zwischen alt und kaputt

Beides sieht in der Jahresabrechnung gleich aus: weniger Kilowattstunden. In der Messung sieht es völlig verschieden aus.

Einstrahlungsmessung mit dem Messgerät am Ziegeldach

Planmäßige Alterung verteilt sich gleichmäßig über die ganze Anlage und über die Jahre. Ein Defekt trifft einzelne Module, einzelne Stränge oder setzt zu einem bestimmten Zeitpunkt ein. Diese Signatur ist der Schlüssel, und sie lässt sich nur mit Messtechnik lesen:

  • Kennlinienmessung je Strang. Jeder Strang wird einzeln freigeschaltet und vermessen. Ein Strang, der aus der Reihe fällt, ist der erste Hinweis.
  • Thermografie unter Last. Wärmemuster zeigen inaktive Zellbereiche, heiß laufende Verbinder und die typischen Verlaufsmuster einer potenzialinduzierten Degradation.
  • Isolationsmessung. Über die Jahre wandert Feuchtigkeit dorthin, wo sie nicht sein soll. Der Isolationswiderstand zeigt das, bevor der Wechselrichter abschaltet.
  • Ertragsvergleich über die Laufzeit. Ihre eigenen Daten gegen die Einstrahlung der jeweiligen Jahre. Erst dadurch bekommt ein „weniger als früher“ eine Zahl.

Am Ende steht nicht „die Anlage ist alt“, sondern: Diese Module liegen so weit unter Nennleistung, dieser Strang hat einen Defekt an dieser Stelle, und das ist der Anteil, der auf normale Alterung entfällt.

Weiterbetrieb

Was am Ende der Vergütungsperiode zu entscheiden ist

Weiterlaufen lassen

Setzt voraus, dass die Anlage sicherheitstechnisch trägt: Isolation, Erdung, Steckverbindungen, Zustand der Unterkonstruktion. Ein Weiterbetrieb ohne diese Prüfung ist eine Wette auf Bauteile, die niemand seit Jahren angesehen hat.

Teilweise erneuern

Häufig ist der Wechselrichter das erste Bauteil am Lebensende, während die Module noch tragen. Dann geht es darum, welche Eckwerte ein Ersatzgerät erfüllen muss – gemessen, nicht geschätzt.

Ersetzen

Wenn die Restleistung den Aufwand nicht mehr rechtfertigt. Auch das ist eine Zahl und keine Stimmung: Sie ergibt sich aus der gemessenen Leistung gegen die Fläche, die zur Verfügung steht.

Wir verkaufen Ihnen keine der drei Varianten. Das Büro liefert die Messwerte und die Einordnung. Was daraus wird, entscheiden Sie – und wer es ausführt, ebenfalls.
Kosten und Aufwand

Was die Prüfung einer Altanlage in Oberhavel kostet

Eine Bestandsprüfung ist aufwendiger als eine Abnahme: Jeder Strang wird einzeln freigeschaltet und vermessen, und die Ertragsdaten mehrerer Jahre wollen ausgewertet werden. Der Preis hängt deshalb vor allem an der Zahl der Stränge und daran, wie vollständig Ihre Aufzeichnungen sind.

Was hilft: Ertragsdaten der letzten Jahre, das Inbetriebnahmeprotokoll und, wenn vorhanden, der ursprüngliche Anlagenplan. Wenn nichts davon da ist, geht es trotzdem – es dauert nur länger.

Orte in Oberhavel

Oranienburg, Hennigsdorf, Velten, Birkenwerder, Hohen Neuendorf, Glienicke/Nordbahn, Mühlenbeck, Leegebruch, Kremmen, Liebenwalde, Zehdenick, Gransee, Fürstenberg (Havel).

Vom Büro in Reinickendorf sind die südlichen Gemeinden in kurzer Zeit erreichbar – kurze Wege bedeuten hier auch kurzfristige Termine.

Häufige Fragen

Was Betreiber älterer Anlagen fragen

Unsere Anlage ist von 2011 und bringt weniger als früher. Ist das normal?

Ein Teil davon ist normal. Module verlieren über die Jahre planmäßig an Leistung, die Hersteller geben dafür Werte an. Der Punkt ist die Größenordnung: Ein gleichmäßiger, langsamer Rückgang über zehn Jahre ist Alterung. Ein Einbruch innerhalb einer Saison oder ein Strang, der deutlich hinter den anderen zurückbleibt, ist es nicht. Genau diese Unterscheidung ist der Kern der Messung.

Was ist potenzialinduzierte Degradation?

Ein Effekt, bei dem zwischen Zelle und geerdetem Modulrahmen eine Spannung anliegt und Ladungsträger wandern lässt. Die Leistung sinkt dabei über Jahre, ohne dass am Modul von außen etwas zu sehen ist. Betroffen sind vor allem ältere Anlagen mit hohen Strangspannungen. In der Thermografie zeigt sich ein charakteristisches Muster, meist ausgehend vom geerdeten Ende des Strangs.

Lohnt sich ein Gutachten, wenn die Einspeisevergütung bald ausläuft?

Häufig gerade dann. Vor dem Ende der Vergütungsperiode steht eine Entscheidung an: weiterbetreiben, umbauen oder ersetzen. Diese Entscheidung braucht Zahlen – welche Leistung die Module heute wirklich abgeben, wie der Zustand der Verkabelung ist und ob die Anlage einen Weiterbetrieb sicherheitstechnisch trägt. Ohne Messung wird da nach Gefühl entschieden.

Der Wechselrichter ist ausgefallen und der Hersteller gibt es nicht mehr. Was nun?

Ein Ersatzgerät muss zur Anlage passen, nicht umgekehrt. Wir messen die Strangspannungen und -ströme im Bestand und halten fest, welche Eckwerte ein Ersatzgerät erfüllen muss. Damit lässt sich ein Angebot prüfen, bevor es beauftragt wird. Ob der Tausch wirtschaftlich ist, hängt am Zustand der Module – deshalb gehört beides in denselben Termin.

Begutachten Sie auch Hallendächer in Hennigsdorf und Velten?

Ja. In den gewerblich geprägten Lagen kommen zwei Punkte dazu: die wiederkehrende Prüfung ortsfester elektrischer Anlagen und die Tragreserve leichter Dachkonstruktionen. Beides nehmen wir in den Prüfumfang auf und weisen es im Angebot getrennt aus.

Nächster Schritt

Ihre Anlage in Oberhavel hat nachgelassen?

Baujahr, Größe und ein Gefühl dafür, seit wann es weniger wird – damit lässt sich am Telefon schon einordnen, ob eine Messung sich lohnt.